In Spanien bei Murcia ist im September 2008 wegen katastrophaler Zustände ein Tierlager mit 900 Tieren geschlossen worden. In der für 250 Hunde ausgelegten Anlage vegetierten zu diesem Zeitpunkt ca. 900 Tiere auf engstem Raum. Auf einen Zwinger für 2 kamen teilweise 20 Tiere. Alle Tiere, die sich zu der Zeit dort drin befanden, sollten getötet werden.
Es ist Tierfreunden und Tierschützern zu verdanken, die damals damit an die Öffentlichkeit gegangen sind, dass dies verhindert werden konnte.
Aufgrund öffentlicher Proteste wurde dann ein Aufschub von 3 Monaten genehmigt.
Als damals mit der Räumung des Geländes begonnen wurde, waren etliche Vereine vor Ort um zu helfen. Allen voran natürlich die spanischen Tierschützer und Tierfreunde aus der näheren und entfernten Umgebung.
Man arbeitete Hand in Hand, um so schnell wie möglich, so viele Hunde wie machbar dort herauszuholen, sie zu behandeln und zu vermitteln oder anderweitig kurzfristig bis zur Vermittlung unterzubringen und niemand wusste, wie viel Zeit dafür bleibt.
Nun, die offizielle Frist ist längst abgelaufen und noch immer versuchen Tierfreunde verzweifelt die verbliebenen Hunde zu retten.
Von der ursprünglichen Anzahl von ca. 900 Tieren sind nun noch geschätzte 150 Hunde übrig geblieben.
Es ist bereits bisher eine beachtliche Leistung der Tierfreunde und Tierschützer, wenn man bedenkt, wie viele Tiere – trotz der schwierigen Bedingungen - durch sie die Chance auf ein schönes, eigenes Zuhause bekommen haben.
Irgendwann sind aber alle Kapazitäten und Mittel ausgeschöpft, auch die eigenen Kräfte, ob körperlich oder auch seelisch. Denn diese ganzen erlebten Eindrücke müssen auch erstmal verarbeiten werden können.
So haben sich nun nach und nach fast alle Vereine zurückgezogen, nur einige wenige und ein paar engagierte private Tierfreunde bemühen sich unerbittlich noch einige Hunde zu retten, bevor die Tore dort für immer geschlossen bleiben.
Einige dieser Tierfreunde haben im Februar 2009 -Dank einer beispiellosen Hilfs- und Sammelaktion- 47 Hunde aus dieser Anstalt den Weg in ein besseres Leben ermöglicht.
Diese Hunde befinden sich nun bei uns und warten auf ihr eigenes liebevolles Zuhause.
Ein paar konnten wir leider nur noch für kurze Zeit ein schönes Zuhause geben, ihre seelischen und vorallem körperlichen Schmerzen und Krankheiten waren zu schwer, sie sind den Weg über die Regenbogenbrücke gegangen. Einige gehören zu den Glücklichen, die schon ihr eigenes Zuhause gefunden haben, aber andere warten leider immernoch zum größten Teil auf der Großpflegestelle in Thüringen auf ihre Menschen.